Zusammenarbeit mit den Eltern

Zusammenarbeit mit den Eltern:

Eltern tragen die Hauptverantwortung für die Bildung und Erziehung ihres Kindes. Sie sind die natürlichen Erzieher. Pflege und Erziehung des Kindes sind das natürliche Recht der Eltern und zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. (Art. 6 Abs. 2GG)

Kindertagesstätten sind kraft Gesetz verpflichtet, bei der Wahrnehmung ihrer Bildung und Erziehungsaufgaben eng mit den Eltern zusammen zu arbeiten und sie an Entscheidungen in wesentlichen Angelegenheiten der Einrichtung zu beteiligen (Art. 14 BayKiBiG 22a Abs. 2 SGB VIII)

Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Eltern und Einrichtung wirkt sich positiv auf die Entwicklung der Kinder aus. Wenn Eltern sich in der Einrichtung angenommen und verstanden fühlen, fällt es den Kindern leichter, positive Beziehungen aufzubauen. Bildungsprozesse in der Familie und in der Bildungseinrichtung ergänzen sich gegenseitig. Dies ist ein wichtiger Bestandteil für den Bildungserfolg bei Kindern. Dies erleben die Kinder als gemeinschaftliche Bemühen um ihr Wohlwollen.
Eltern werden folglich als Experte für ihr eigenes Kind betrachtet. Die pädagogischen Fachkräfte nehmen jedoch ebenfalls einen aktiven Teil der Bildungsprozesse in Anspruch. Die Einrichtung fungiert somit als familienergänzend und – unterstützend. ErzieherInnen haben die Aufgabe, ausgleichende Leistungen gegenüber der Familie zu erfüllen (vgl. Hoffmann 1992; Dippelhofer-Siem & Kahle 1995; Kahle 1995; Kahle 1997; Wolf 2003). Die Eltern wünschen sich vom pädagogischen Fachpersonal Beratung bei der Erziehung ihrer Kinder sowie Hilfe und Anregungen für weitere Erziehungsmaßnahmen (vgl. Textor 1999; Wolf 2003). Dieser Ansatz der Elternarbeit impliziert, dass das pädagogische Fachpersonal häufig auf Entwicklungsauffälligkeiten aufmerksam machen. Ein wichtiger Bestandteil dieser Form nimmt das Elterngespräch ein. In Elterngesprächen ist es Aufgabe der ErzieherInnen, Informationen weiterzugeben, jedoch sollte hier nicht unbeachtet bleiben, dass ein wichtiges Kommunikationsmittel im Elterngespräch das Zuhören und Nachfragen sein sollte. Somit kann ein gegenseitiges Vertrauen aufgebaut werden, das eine gute Zusammenarbeit
ermöglicht. Das Ziel der Elternarbeit besteht darin, die familienuntersützenden Aufgaben der Einrichtung auszubauen, die Kompetenzen der ErzieherInnen zu erweitern und folglich die Kompetenz
der Eltern zu stärken und zu festigen.

Zur Folge hat diese Form der Elternarbeit, dass es zu einer Intensivierung des Kontaktes zwischen den Eltern und dem Fachpersonal kommt. Eine aktive Beteiligung Beider ist hier erforderlich. Ein Kontakt von Eltern zu Eltern kann hier entstehen, wenn die Kompetenzen der Eltern in Projekte der Einrichtung integriert werden. Neue Kontakte können entstehen und ein soziales Netzwerk kann aufgebaut werden.